Freitag, 24. November 2017

[ #elexika ] Nachhaltigkeit - Lexikon der Nachhaltigkeit (sustainable development)

Nachhaltige Entwicklung sustainable development) heißt, Umwelt gleichberechtigt mit sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten zu berücksichtigen.

[eLexika] Seit dem Gipfel 1992 in Rio de Janeiro, der größten Gipfelkonferenz des 20. Jahrhunderts, ist nachhaltige Entwicklung ein Ziel, das mehr Eingang findet in Köpfe und Handeln der Menschen, Verwaltungen und Betriebe. Auslöser ist die Erkenntnis, dass es in einer Welt mit so viel Armut und Umweltschäden keine gesunde Gesellschaft / Wirtschaft geben kann.

Weltgipfel Rio de Janeiro, 1992. Auch zwei Jahrzehnte nach dem Weltgipfel von Rio de Janeiro 1992 hat die nachhaltige Entwicklung das Bewusstsein breiter Bevölkerungsschichten noch nicht erreicht. Vielmehr muss sich das Wort "Nachhaltig" eine inflationäre Verwendung gefallen lassen.

Schlussendlich kamen in Rio fünf „Dokumente“ zustande, die vor dem Hintergrund der Vielzahl der Interessengegensätze (z.B. beim Thema Wald oder Klimaschutz) von vielen Seiten als ein erfolgreicher Schritt für eine globale Umwelt- und Entwicklungspartnerschaft gesehen werden:

  • Die Deklaration von Rio über Umwelt und Entwicklung: In den 27 Prinzipien (Grundsätzen) der Rio-Deklaration wurde u.a. erstmals global das Recht auf nachhaltige Entwicklung (sustainable development) verankert. Weiter wurden das Vorsorge- und das Verursacherprinzip als Leitprinzipien anerkannt. Als unerlässliche Voraussetzungen für eine nachhaltige Entwicklung werden u.a. die Bekämpfung der Armut, eine angemessene Bevölkerungspolitik, Verringerung und Abbau nicht nachhaltiger Konsum- und Produktionsweisen sowie die umfassende Einbeziehung der Bevölkerung in politische Entscheidungsprozesse genannt.
  • Die Klimaschutz-Konvention: Die Rahmenkonvention der Vereinten Nationen über Klimaveränderungen sieht vor, dass die Belastung der Atmosphäre mit Treibhausgasen auf einem Niveau stabilisiert wird, welches eine gefährliche Störung des Weltklimas verhindert. Nach Einschätzung des IPCC muss der Ausstoß an CO2 bis 2050 weltweit um mindestens 60 Prozent reduziert werden, um den Klimawandel in vertretbaren, also "ungefährlichen" Grenzen zu halten.
  • Die Biodiversitätskonvention: Die Biodiversitätskonvention ist ein Abkommen zum Schutz der biologischen Vielfalt. Die Welt soll die biologische Vielfalt erhalten und ihre Grundelemente auf gerechte und ausgewogene Art nachhaltig nutzen. Konkret heißt dies, dass die Nutzung so erfolgen muss, dass die biologische Vielfalt langfristig nicht weiter gefährdet wird. Die Länder haben das Recht, über ihre biologischen Ressourcen zu verfügen, sind aber auch dafür verantwortlich, dass ihre biologische Vielfalt erhalten bleibt und dass ihre biologischen Ressourcen auf nachhaltige Weise genutzt werden.
  • Die Walddeklaration: stellt Leitsätze für die Bewirtung, Erhaltung und nachhaltige Entwicklung der Wälder der Erde auf. Gemäß dieser eher unverbindlichen Absichtserklärung sollen Wälder nach ökologischen Maßstäben bewirtschaftet, erhalten und geschützt werden. Eine verbindlichere Wald-Konvention, wie sie von den Industriestaaten gewünscht wurde, scheiterte am Widerstand der Entwicklungsländer.
  • Die Agenda 21: Nach der Agenda 21 sind es in erster Linie die Regierungen der einzelnen Staaten, die auf nationaler Ebene die Umsetzung der nachhaltigen Entwicklung planen müssen in Form von Strategien, nationalen Umweltplänen und nationalen Umweltaktionsplänen. Dabei sind auch regierungsunabhängige Organisationen und andere Institutionen zu beteiligen.
  • Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung: auf der Rio-Konferenz wurde ein regierungsübergreifendes Verhandlungskomitee (INCD = Intergovernmental Negotiating Committee) ins Leben gerufen, dessen Aufgabe die Vorbereitung einer Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung in den Ländern, die schwer unter Dürre und/oder Wüstenbildung litten, insbesondere in Afrika, bestehen sollte. Dieses Komitee, 1993 gegründet, beschloss nach fünf vorbereitenden Sitzungen am 17. Juni 1994 in Paris die Konvention zur Bekämpfung der Wüstenbildung (UNCCD = U.N. Convention to Combat Desertification).

Wussten Sie, dass ...

... Hans Carl von Carlowitz (1645 – 1714), Oberberghauptmann am kursächsischen Hof in Freiberg, als Begründer des Prinzips der Nachhaltigkeit gilt? Angesichts einer drohenden Rohstoffkrise formulierte von Carlowitz 1713 in seinem Werk "Sylvicultura oeconomica" erstmals, dass immer nur so viel Holz geschlagen werden sollte, wie durch planmäßige Aufforstung, durch Säen und Pflanzen nachwachsen konnte.

Lexikon der Nachhaltigkeit.
Nachhaltigkeit bezeichnet Entwicklungsstrategien, die Bedürfnisse von heutigen und zukünftigen Generationen berücksichtigen. Nicht nur in der Ökologie, auch in Ökonomie und sozialen Fragen findet das Konzept Anwendung.Das alles und mehr verrät das Lexikon der Nachhaltigkeit das von der Aachener Stiftung im Jahr 2000 konzipiert und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wurde. Die Sammlung ist ein Lexikon, aber bemerkenswert auch, dass es leider zuletzt im Jahre 2015 aktualisiert wurde.

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Donnerstag, 23. November 2017

[ #mehr-demokratie ] Die Zukunft der Europäischen Demokratie

Eine wichtige Veröffentlichung in unserer "demokratiekritischen" Zeit.

Die "Schuldenkrise" droht in eine Legitimitätskrise der EU umzuschlagen. Vor diesem Hintergrund hatte die Heinrich-Böll-Stiftung eine Studie zur Zukunft der europäischen Demokratie in Auftrag gegeben. 

Schuldenkrise. Die Schuldenkrise in der EU hat deutlich gemacht, dass eine Währungsunion ohne eine koordinierte Fiskal- und Wirtschaftspolitik keinen Bestand hat. Doch stößt eine weitere Integration als "von oben" verordnetes Projekt der politischen Eliten auf wachsende Widerstände. Viele Bürgerinnen und Bürger haben den Eindruck, dass über ihre Köpfe hinweg und an den Parlamenten vorbei eine Zentralisierung politischer Entscheidungen stattfindet, die sie als Demokratieverlust wahrnehmen. 

Legitimitätskrise. Auch das Durchregieren der nationalen Regierungen auf europäischer Ebene kann keine Dauerlösung sein, sind die Entscheidungen des europäischen Rats doch nicht Ergebnis öffentlicher Debatten und transparenter Entscheidungsprozesse. Die Schuldenkrise kann deshalb in eine Legitimitätskrise der EU umschlagen. Die Antwort muss in einer Stärkung der europäischen Demokratie liegen. Die EU kann sich nicht nur über ihren ökonomischen Mehrwert legitimieren. Sie muss sich auch an dem Maß demokratischer Selbstbestimmung messen lassen, das sie ihren Bürgerinnen und Bürgern ermöglicht. Dazu gehören erweiterte Mitbestimmungs- und Kontrollrechte des Europäischen Parlaments wie der nationalen Parlamente; die Stärkung direkter Beteiligungsmöglichkeiten der Bürgerinnen und Bürger; die Herausbildung europäischer Parteien sowie transnationale Listen für die Europawahlen.

Demokratiezukunft Europa. Auf diesem Weg kann auch eine gesamteuropäische politische Öffentlichkeit entstehen. Der Wettstreit um politische Alternativen ist Voraussetzung und Motor einer lebendigen Demokratie. Das gilt auch für die europäische Ebene. Wir brauchen einen echten politischen Wettbewerb zu europäischen Zukunftsthemen. Vor diesem Hintergrund hat die Heinrich-Böll-Stiftung eine Studie zur Zukunft der europäischen Demokratie in Auftrag gegeben. Die Verfassungsrechtler Ulrich K. Preuß und Claudio Franzius zeigen auf, wie eine lebendige Demokratie in der Europäischen Union entstehen kann. Sie braucht politische Räume und Institutionen, in denen über europäische Themen gestritten werden kann, Konflikte ausgetragen werden und in denen Bürgerinnen und Bürger an politischen Entscheidungen teilhaben können.

Claudio Franzius. Franzius ist seit 2008 Privatdozent an der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität Berlin und hat gegenwärtig eine Lehrstuhlvertretung an der Universität Hamburg inne. Zuvor war er an den Universitäten Bremen, Konstanz und Frankfurt am Main tätig. Am Otto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin unterrichtete Franzius die rechtlichen Grundlagen der Politik. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Europäisches Verfassungsrecht, Staats- und Verwaltungsrecht sowie europäische Innenpolitik. Aktuelle Veröffentlichung:
«Strukturfragen der Europäischen Union» (mit Franz C. Mayer und Jürgen Neyer; Nomos 2010).

Ulrich K. Preuß. Preuß ist Professor emeritus der Freien Universität Berlin, wo er von 1996 bis 2005 Öffentliches Recht und Politik lehrte. Von 2005 bis 2010 war er Professor of Law and Politics an der Hertie School of Governance. Er studierte Jura und Soziologie. Von 1972 bis 1996 war er Professor für Öffentliches Recht an der Universität Bremen, von 1991 bis 1996 zugleich Direktor des dortigen Zentrums für Europäische Rechtspolitik (ZERP). Als Gastprofessor lehrte er an der University of Princeton, der New School University in New York und der University of Chicago. Seit 1992 ist er Mitglied des Staatsgerichtshofs der Freien Hansestadt Bremen.  

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Inhalt 
Vorwort der Stiftung   7
Vorwort der Autoren   11
I  Prolog  13 
II  Bestandsaufnahme  18
 Demokratische Elemente im Lissabon-Vertrag  18
a) Demokratiepolitische Entwicklung  18
b) Festschreibung der zweigliedrigen Legitimationsstruktur  22
c) Stärkung der partizipativen Demokratie  23
d) Europäische Bürgerinitiative  24
2 Die politikwissenschaftliche und verfassungsrechtliche Diskussion 
zur Entwicklung und zu den Defiziten der europäischen Demokratie  27
a) «No demos»-These: Kollektivistisches Demokratieverständnis 
b) Demokratie jenseits des Staates: Individualistisches Demokratieverständnis  30
c) Angebote dazwischen: Lebendige Demokratie  33
III  Theoretische analyse  37
 Grundprobleme multinationaler Demokratie  37
a) Kulturelle Homogenität?  37
b) Föderale Struktur der Europäischen Union  43
c) Europäisches Parlament und nationale Parlamente  46
 «Europa» als Träger einer eigenen kulturellen Identität?  56
a) Identität als Grenze  57
b) Das «Wir der Anderen» als Modus des Politischen  62
c) Einheitliche Europabürgerschaft?  67
3 Legitimität kraft Handlungsfähigkeit?  75
a) Die Re-Parlamentarisierung politischer Entscheidungen  75
b) Das Spannungsverhältnis zwischen Partizipation der Unionsbürger und der sachlichen Qualität politischer Entscheidungen  77
c) Europäische Referenden  83
4 Demokratiepolitische Reformideen  87
a) Zum Verhältnis der Demokratie auf supranationaler und mitgliedstaatlicher Ebene  87
b) Demokratische Innovationen auf mitgliedstaatlicher Ebene  88
c) Demokratische Ansätze auf internationaler Ebene  90 
IV Vorschläge zur entfaltung europäischer Demokratie  97 
 Zusammenhänge  99
a) Politik und Recht  99
b) Organisation und Öffentlichkeit  100
c) Anpassungen an veränderte Rahmenbedingungen  105
 Politische Forderungen  107
a) Wahlrecht   107
(1) Vereinheitlichung des Wahlrechts   107
(2) Transnationale Wahllisten   108
(3) Wahlrechtsreformen aus nationalen Debatten   110
b) Europäische Parteien   113
(1) Parteienstatut für die Europäischen Parteien   113
(2) Bürgernahe Parteienfinanzierung   117
c) Direktdemokratische Elemente   119
(1) Themenbereiche einer EBI   119
(2) Bindungswirkung   121
(3) Rechtsschutz   122
d) Demokratische Öffentlichkeit   123
(1) Netzneutralität   128
(2) Öffentlich-rechtliche Einrahmung der Massenmedien   128
e) Stärkung europäischer Institutionen   128
(1) Parlamentarisierung des europäischen Entscheidungssystems  131
(2) Stärkung der Rechte des Europäischen Parlaments   133
(3) Öffentliche Tagung aller Ratsausschüsse und Schaffung eines 
Allgemeinen Legislativrates  139
f) Stärkung nationaler Institutionen   141
(1) Mitwirkungsrechte der nationalen Parlamente stärken   143
(2) Parlamentarische Minderheitenrechte stärken   146
(3) Interparlamentarische Zusammenarbeit stärken   147
(4) Parlamentarische Europa-Ausschüsse stärken   148
g) Ausbau von Partizipationsrechten   148
(1) Zivilgesellschaft und Nichtregierungsorganisationen stärker berücksichtigen  150
(2) Non-Profit-Organisationen gleichberechtigt beteiligen   151
(3) Öffentlichkeit frühzeitig beteiligen   151
 Abkehr von Krisenszenarien  152
 Mitglieder des Redaktionsbeirats  154

Mittwoch, 22. November 2017

[ #migration ] Die Migrationsgeschichte des Santa Claus

Über die Integrationsprobleme des Weihnachtsmannes.

Ein deutscher Einwanderer in die USA erzeichnete Santa Claus, Das $-Zeichen, den Esel der Demokraten, den Elefanten der Republikaner und Uncle Sam. Just am Tag nach Nikolaus, am 7. Dezember 1902 schloss Thomas Nast - der aus der Deutschland stammende Zeichner, Karikaturist, Illustrator, Maler und "Erfinder" des Santa Claus - in Guayaquil (Ecuador) seine Augen. Präsident Theodore Roosevelt ernannte ihn noch 1902 respektvoll zum Konsul in Ecuador.

America’s Image Maker. Thomas Nast, das Kind aus Landau in der Pfalz wird in den USA als "America’s Image Maker" gefeiert. Er gilt als der größte amerikanische politische Karikaturist und als Vater der amerikanischen Karikatur schlechthin. Seine Zeichnungen trugen wesentlich zum Sieg im Bürgerkrieg bei und übten maßgeblichen Einfluss auf den Wählerentscheid bei der Wahl von sechs amerikanischen Präsidenten aus. Ihm ist es zu verdanken, dass die politische Karikatur in den USA eine einflussreiche und renommierte Form des Journalismus wurde. Uncle Sam mit seinem fordernden Finger, der im Vietnamkrieg die Moral der amerikanischen Armee heben sollte. Der Elefant der Republikaner, der Esel der Demokraten, die Symbole der beiden großen amerikanischen Parteien.

Der Elefant ist schon seit fast 150 Jahren Tiersymbol der US-Republikaner. Bereits 1860 tauchte der Dickhäuter in Zeichnungen in Verbindung mit den Republikanern auf. Dort war es Thomas Nast, der die republikanische Partei 1874 im Magazin "Harper's Weekly" endgültig mit dem Bild des Elefanten verband. Nast, der in den USA als "Vater der politischen Karikatur" verehrt wird, skizzierte eine Horde aufgeschreckter Tiere, die vor einem als Löwen verkleideten Esel (das Symbol der Demokraten) davonrennt. Republikaner haben sich zwischenzeitlich längst mit dem Dickhäuter angefreundet: Elefanten seien würdevoll, stark und intelligent.

Santa Claus.  Der Weihnachtsmann ist auf Bischof Nikolaus von Myra (Lykien/Türkei) zurückzuführen. Dieser wurde der Legende nach im Jahre 270 in Patra in der Südtürkei geboren. Patra ist 60 Kilometer von der späteren Bischofstadt Myra entfernt. Er starb angeblich am 6. Dezember 343. Er soll bereits mit 17 Jahren Bischof gewesen sein und habe am Ersten Konzil von Nicäa 325 teilgenommen. Allerdings gibt es keine sicheren Belege für seine Teilnahme - genauso wenig wie für seine Existenz überhaupt. Auf jeden Fall aber wird Nikolaus von Myra von den orhtodoxen Christen etwa seit dem vierten Jahrhundert als Heiliger verehrt. Bei den Christen im Westen wurde der Nikolaus-Tag - der Todestag des Bischofs am 6. Dezember - erst drei Jahrhunderte später ein Feiertag.

Der Nikolaus wird deshalb traditionell im Gewand eines katholischen Bischofs dargestellt. Die traditionelle Nikolausfigur trägt Mitra, Krummstab und einen langen Bischofsmantel. 

Die rot-weiße Farbgebung wurde in der Darstellung des Santa Claus übernommen, nicht aber die bischöflichen Symbole.Und nicht zuletzt eben der Weihnachtsmann, dick- und rotbackig, mit weißem Bart und seinem "Ho, ho, ho". 

Diese scheinbar klassischen Erkennungszeichen amerikanischer Kultur sind in Wirklichkeit alles Schöpfungen aus Europa.  Weihnachten 1863 zeichnete Thomas Nast während des Amerikanischen Bürgerkrieges für das Magazin Harper's Weekly einen alten, bärtigen Mann, der vom Schlitten herab die Soldaten der Unionstruppen beschenkt. 

Nasts Vorstellung vom Weihnachtsmann ging auf den pfälzischen „Belzenickel“ zurück, eine regionale, Pelz tragende Weihnachtsmannfigur aus dem 19. Jahrhundert, die er noch aus Kindheitstagen kannte. Als er später dazu aufgefordert wurde, seine Zeichnung zu kolorieren, wählte er die Farben rot und weiß. So gestaltet trat "Santa Claus" seinen Siegeszug an. Dieses "Vor-Bild" wurde 1931 für die Coca-Cola Company im Rahmen einer Werbekampagne verwendet und damit weiter transportiert. 

Sinterklaas = Santa Claus.  Übrigens stammt auch der Santa-Claus-Brauch, der Nikolobrauch aus Europa, den die Einwanderer dorthin mitbrachten. Insbesondere die niederländischen Einwanderer feierten das Sinterklaasfeest, zumal Sankt Nikolaus auch der Patron von Neu Amsterdam, dem späteren New York war. Aus Sinterklaas wurde Saint Claus und schließlich Santa Claus. Das hindert heute weniger belesene Christkind-Fundamentalisten und nationale Politikkreise nicht den Weihnachtsmann als amerikanischen "Importartikel" für einen Antiamerikanismus und den Nikolaus für den Deutschnationalismus zu missbrauchen. 


$ und €. Dabei geht selbst das Eurozeichen auf Thomas Nast zurück. Das Symbol des Euro "€" ist ja nur eine Nachahmung des Zeichens für Dollar"$". Und eben dieses Dollarzeichen stammt ebenso von Nast als auch die Symbole der beiden amerikanischen Parteien, der Esel für die Demokraten und der Elefant für die Republikaner. Aus seiner Feder stammt auch Uncle Sam, der Mann mit dem großen Hut und dem langen Zeigefinger, der als Symbol des imperialen Amerika dient.


Thomas Nast. Thomas Nast (* 27. September 1840 in Landau, Pfalz; † 7. Dezember 1902 in Guayaquil, Ecuador) wird als Vater des amerikanischen politischen Cartoons angesehen. Seine mangelhaften englischen Sprachkenntnisse kompensierte das deutschsprachige Auswandererkind schon sehr früh durch sein Zeichentalent, was ihn bald zu einem der bedeutendsten Zeichner der USA werden ließ. Durch seine Zeichnungen hat das Auswandererkind die Geschichte der USA mitbeeinflusst: Die heutige Darstellung vieler Symbole geht auf seine Zeichnungen zurück.

Er zählt zu den bedeutendsten Auswanderern aus Deutschland. Der liberale Protestant aus der Pfalz wurde 1840 als Sohn eines Regimentsmusikers in Landau geboren, etwa 15 Kilometer von der französischen Grenze, dem Elsass entfernt. Es war auch schon französische Garnisonsstadt. Zum Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße sind es etwa 15 bis 20 Kilometer. Und in Hambach, der Wiege der deutschen Demokratie, wehte 1832 beim Hambacher Fest die schwarz-rot-goldene Fahne. Französischen Republikanismus und demokratischen Liberalismus sog Thomas Nast gleichsam mit der Muttermilch ein.

1846 wanderte die Mutter mit ihrem sechs Jahre alten Sohn und der Schwester aus politischen Gründen in die Vereinigten Staaten aus, ein Jahr später - nach Beendigung seiner militärischen Dienstzeit - folgte der Vater. Die Eltern bemerkten früh das zeichnerische Talent ihres Sohnes. Sie schickten ihn zu einem Zeichenlehrer Theodor Kaufmann – einem ebenfalls in die USA geflüchteten "Achtundvierziger" - zum Zeichenunterricht. Kaufmann war mit der Pfälzer Freischärlerin Mathilde Hitzfeld verheiratet.

1855 nahm die Wochenzeitung "Leslie's Illustrated Weekly Newspaper" dem begabten Zeichner und Karikaturisten Thomas Nast erste Arbeiten ab. Er war gerade 15 Jahre alt. Bald starb der Vater des jungen Pressezeichners, der von nun an die Familie ernähren musste. Der Weg als Pressezeichner, den Vorfahren der heutigen Fotografen, führte ihn 1860 nach London, wo er einen Boxkampf für sein Publikum zu Hause in den Staaten in Bildern bannte.

Als Kriegskorrespondent zeichnete Thomas Nast im italienischen Freiheitskrieg auf Seiten der Truppen Guiseppe Garibaldis "Schnappschüsse" für die amerikanischen Leser. Nast ging zurück in die Staaten und heiratete. Er wurde von der "Harper's Weekly" angestellt, einer auflagenstarken Wochenillustrierten.

Im amerikanischen Bürgerkrieg engagierte er sich mit seinen Illustrationen für die Sache der Union. Abraham Lincoln bezeichnete ihn als den "besten Werbeträger der Union". Er wurde zu einem konsequenten Verfechter der Rechte der schwarzen Sklaven, der Indianer und der ethnischen Minderheiten in den USA. 1857 wurde aus dieser Monatsschrift eine illustrierte Wochenzeitung, die "Harper's Weekly".

Diese Zeitung wurde zu einer der einflussreichsten Zeitungen Amerikas für die wirtschaftliche und politische Elite des Landes. "Harper's Weekly" sponserte und unterstützte zum Beispiel auch den Präsidentschaftswahlkampf Abraham Lincolns. Und diese Wiege amerikanischer demokratischer Publizistik wurde bald auch Heimat von Thomas Nast. Dort begann auch die eigentliche Karriere des Thomas Nast als Amerikas "Urvater aller politischen Karikatur".

Thomas Nast stellte zum Beispiel den korrupten New Yorker Politiker Marcy Tweed mit seinen Zeichnungen derart bloß, dass dieser getobt haben soll: "Meine Anhänger und die Bürger hier können nicht richtig lesen, da macht mir das ganze Geschreibsel in den Zeitungen nichts aus, aber sie können Bilder schauen, und dieser Nast macht verdammt gefährliche Bilder." Tweed fürchtete sich nicht zu Unrecht. Jahre später konnte Tweed, der untergetaucht war, aufgrund einer Karikatur von Nast, die als Fahndungsfoto diente, erkannt und verhaftet werden.

Doch die Karriere des Kämpfers für Demokratie und amerikanische Minderheiten, der in seinen Karikaturen für "Harper's Weekly" auch die schlechte Behandlung der farbigen Bevölkerung, der chinesischen Einwanderer oder die Machenschaften eines aufkommenden Ku-Klux-Klans anprangerte, neigte sich in den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts ihrem Ende entgegen. Auch, weil durch die Entwicklung der Fotografie Pressezeichner überflüssig wurden. Neue Methoden der Satztechnik erforderten eine andere Art und Weise des Karikierens. 1886 gab Thomas Nast seine Tätigkeit bei "Harper's Weekly" auf. Er gründete noch ein eigenes Blatt, scheiterte aber damit.

US-Generalkonsul in Ecuador. Präsident Theodor Roosevelt wusste um die Verdienste des alten Veteranen, der auf Seiten der Union die politische Waffe der Karikatur eingesetzt hatte, und verschaffte ihm einen Posten als Generalkonsul der Vereinigten Staaten in Ecuador. Dort starb Thomas Nast am 7. Dezember 1902 in Guayaquil an Gelbfieber – einen Tag nach dem Fest des Heiligen Nikolaus.

St. Nikolaus in Feldkirch. Der Feldkircher Dom - Sitz des katholischen Bischofs der Diözese Vorarlberg ist die bedeutendste gotische Kirche in Vorarlberg. Die erste Pfarrkirche St. Nikolaus wurde 1287 geweiht. Die älteste Pfarrkirche war wohl ein romanischer Steinbau mit flacher Holzdecke. Die Stadtbrände von 1349 und 1460 zogen auch die Pfarrkirche in schwere Mitleidenschaft. Nach dem ersten Brand war der Wiederaufbau erst 1358 vollendet; der Brand von 1460 machte einen fast vollständigen Neubau nötig. Dieser wurde 1478 von Meister Hanns Sturn fertig gestellt. Er ist im Wesentlichen der noch heute bestehende Bau.
Basilika zum Hl. Nikolaus in Demre. Die erste Basilika von Nikolaus, wurde im 6. Jahrhundert in Myra erbaut.  Myra ist eine antike Stadt in Lykien. Der Ort heißt heute Demre (früher Kale - das türkische Wort für Festung) und liegt in der Provinz Antalya in der Türkei. Die heutige dreischiffige Basilika dort stammt im Kern aus dem 8. Jahrhundert. Konstantin IX. Monomachos (1000–1055) und Kaiserin Zoe erneuerten die Kirche. Ein Kloster wurde in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts erbaut, den Mönchen wurde die Pflege der Pilgerstätte übertragen.

Die Kirche, die jahrhundertelang im Schlamm des Demre-Flusses versunken war, wurde 1863 vom russischen Zaren Alexander II. erworben und teilweise wiederhergestellt. 1963 wurde die östliche und westliche Seite der Kirche ausgegraben. Seit den 1990er Jahren finden weitere, türkische Grabungen an der Kirche statt. In ihrem Inneren finden sich byzantinische Fresken und Bauplastik sowie römische Sarkophage, die als Baumaterial wiederverwendet wurden. Vor der Kirche steht ein modernes Nikolaus-Denkmal.

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[ #kultur ] Dadaist Hugo Ball: Almanach der freien Zeitung 1917-1918

Die erste Ausgabe der Freien Zeitung erschien am 14. April 1917 in Bern. 

Die Publikation mit dem Untertitel "Unabhängiges Organ für demokratische Politik" erschien bis 1920 zweimal wöchentlich.
Vorarlberger-Bloghaus-Service. Dies ist nur der Hinweis auf einen Beitrag eines hier verlinkten Weblogs, einer Website oder eines Downloads. Mehr erfährt man, wenn man den untenstehenden Links folgt! Nütze auch den Link „[Google Search] ⇒ “. Er liefert allenfalls einen aktuelleren Link im Falle einer Verwaisung und/oder auch zusätzliche oder aktuellere Infos!

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Montag, 20. November 2017

[ #sozialarbeit ] Kinder- und Jugendhilfe

Online-Journal "soziales_kapital" Bd. 18 (2017): Fast 300 Seiten kostenfreie wertvolle Information!

Kinder- und Jugendhilfe. Auch wenn es in Zeiten politischer und gesellschaftlicher Eskalationsrhetorik etwas abgedroschen klingen mag: Die Kinder- und Jugendhilfe (KJH) als (unter-)stützendes Fördersystem für besonders benachteiligte und damit integrationsgefährdete Heranwachsende steht aktuell in Österreich vor existenziellen Herausforderungen, welche die Konstitution dieses Handlungsfelds Sozialer Arbeit als Ganzes betreffen und deren zukünftige Beantwortung ungewiss sind. Der Stellenwert und damit auch die Erfolge der Maßnahmen stehen und fallen mit den politischen, fachlichen, praktischen und theoretischen Entscheidungen und deren Auswirkungen auf die KlientInnen und die Gesellschaft als Ganzes. Es häufen sich Hinweise darauf, dass aktuell fachliche Selbsteinschätzungen indifferent, finanzielle Rahmenbedingungen eingeschränkt und erkämpfte Standards auch weiterhin strittig bleiben.

Online-Journal "soziales_kapital". Das Online-Journal hat zum Ziel den wissenschaftlichen Diskurs zur Sozialen Arbeit in Österreich zu fördern. Die Etablierung einer Sozialarbeitswissenschaft, die theoretische Konzeptualisierung Sozialer Arbeit, die Förderung einer angewandten Forschung im Feld der Sozialen Arbeit und die Reflexion sozialarbeiterischer Praxis stehen im Fokus der Zeitschrift.

Die Zeitschrift soziales_kapital stellt ein zentrales Publikationsforum für Autor_innen dar, die Studien im thematischen Bereich der Disziplin Sozialer Arbeit (Sozialarbeit, Sozialmanagement, Sozialpädagogik) durchführen. So dient das Journal auch der Heranbildung einer wissenschaftlichen Community rund um die Disziplin und fördert die Publikationstätigkeit von Lehrenden und Absolvent_innen der FH-Studiengänge Sozialer Arbeit in Österreich.
Als Forum für Reflexion und Innovation steht die Publikation auch Autor_innen aus dem deutsch- und englischsprachigen Raum zur Verfügung, die den Herausgeber_innen für die Soziale Arbeit inhaltlich und disziplinär besonders relevant erscheinen. Diese Publikationen werden in den Rubriken „Nachbarschaft“ veröffentlicht. Diskussionsbeiträge oder Repliken zu bei uns publizierten Beiträgen finden in der Rubrik „Einwürfe/Positionen“ ihren Platz.

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Kinder- und Jugendhilfe - Lohnt sich ein Download? Ein schneller Blick auf das Inhaltsverzeichnis:

Editorial Online-Journal „soziales_kapital“ – 18. Ausgabe
Martin Lu Kolbinger, Heike Rainer (Standort Salzburg)

Thema

Die Definitions[ohn]macht der Kinder- und Jugendhilfe in Österreich oder „es ist alles eine Frage der Erziehung“
Dagmar Fenninger-Bucher (Standort St. Pölten) S. 3-17
„Aber ich sage, ich bin ein Mädchen!“ – Soziale Inklusion von Minderjährigen mit Fluchterfahrung
Dagmer Fenninger-Bucher, Judith Ranftler (Standort Wien) S. 18-32
Jugendliche albanischer Herkunft zwischen nationaler Identität und Religiosität
Rifat Haxhijaj, Lulzim Dragidella (Standort Graz) S. 33-44
Möglichkeiten kollektiver Zusammenschau in der Kinder- und Jugendhilfe: forscherische Fragen, die man sich beantworten könnte
Arno Heimgartner (Standort Graz) S. 45-56
Forschung in der Kinder- und Jugendhilfe Österreich – der weite Weg zur Profession
Hubert Höllmüller, Raphael Schmid (Standort Feldkirchen) S. 57-74
Die Bedeutung von Elternarbeit für die sozialpädagogische Praxis in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe
Constanze Mayer (Standort Salzburg) S. 75-90
Konzepte und Methoden der Sozialarbeit mit Jugendlichen
Miloslav Poštrak (Standort Feldkirchen) S. 91-102
„Anerkennung“ - Grundlage einer kritisch-reflexiven Kinder- und Jugendhilfe
Anna Riegler, Klaus Posch (Standort Graz) S. 103-117
Kindergarten und Kinder- und Jugendhilfe: Wie gestaltet sich die Zusammenarbeit?
Petra Wagner, Carina Wimmer (Standort Linz) S. 118-129

Sozialarbeitswissenschaft

Strukturgeleitete Textanalyse zur systematischen Arbeit mit großen strukturierten Interviewmengen. Ein Beitrag zur qualitativen Auswertung vorstrukturierten Datenmaterials.
Katharina Auer-Voigtländer, Tom Schmid (Standort St. Pölten) S. 130-143
„Über die Schwierigkeit, nicht rassistisch zu sein“ – Zur Intersektion von Rassismen und Sexismen in der Migrantinnen*beratung
Tina Füchslbauer (Standort Wien) S. 144-158
Postkoloniale Theorien und Soziale Arbeit – Potenziale für eine Kritische Profession
Katrin Hierzer (Standort Wien) S. 159-170

Junge Wissenschaft

„Meine Nationalität spielt immer eine Rolle“ – Sozialarbeiterinnen mit Migrationshintergrund im Burgenland
Sezen Akgül (Standort Eisenstadt) S. 171-184
Anerkennung (in) der Sozialen Arbeit – Subjektive Perspektiven auf gesellschaftliche Anerkennungsverhältnisse und deren Bedeutung für berufliches Selbstverständnis und individuelle Statusaneignung von Sozialarbeiter_innen.
Eva Madritsch-Gruber (Standort Graz)S. 185-196
„In unserer WG sprechen alle Kinder untereinander Deutsch (…) es gilt ja die Sprache zu sprechen, die jeder versteht.“ Kultursensibilität und Mehrsprachigkeit in Wiener Wohngemeinschaften
Tanja Tegeltija (Standort Eisenstadt) S. 197-207

Werkstatt

Erasmus+-Projekt INCREASE – Interdisziplinäre Weiterentwicklung von Kompetenzen für BetreuerInnen in stationären Jugendhilfeeinrichtungen und Kriseninterventionszentren
Regina Enzenhofer (Standort Graz) S. 208-219
Beteiligung tut allen gut! - ein Fachinterview zu einem Projekt der Kinder- und Jugendhilfe Oberösterreich und dem Verein Sozialpädagogik Oberösterreich
Marianne Forstner, Petra Siegrist (Standort Linz) S. 220-233

Einwürfe/Positionen

Zur Zukunft der Sozialen Altenarbeit in Österreich – Positionspapier der Arbeitsgemeinschaft „Altern und Soziale Arbeit“ der Österreichischen Gesellschaft für Soziale Arbeit (OGSA)
AG „Altern und Soziale Arbeit“ der OGSA (Standort St. Pölten) S. 234-243
Kinder- und Jugendrechte sind „Rechte auf Ermächtigung“!
Klaus Posch (Standort Graz) S. 244-246

Geschichte der Sozialarbeit

Berufstätig als ‚Mutter des Volkes’ – tiefenhermeneutische Rekonstruktion historischer Quellen
Sandro Bliemetsrieder, Gabriele Fischer, Maximilian Weik (Standort Feldkirchen) S. 247-260

Rezensionen

Agnes Betzler & Katrin Degen (2016): Täterin sein und Opfer werden? Extrem rechte Frauen und häusliche Gewalt.
Tina Füchslbauer (Standort Wien) S. 261-263
Monika Burmester, Emma Dowling & Norbert Wohlfahrt (Hg.) (2017): Privates Kapital für soziale Dienste? Wirkungsorientiertes Investment und seine Folgen für die Soziale Arbeit.
Markus Giesser (Standort Wien) S. 264-267
Rezensionsessay zum Buch von Karl Fallend (2016): „Unbewusste Zeitgeschichte. Psychoanalyse – Nationalsozialismus – Folgen“
Klaus Posch (Standort Graz) S. 268-274

[ #sozialarbeit ] Soziale Arbeit braucht Soziale Netzwerke!

Organisationen des sozialen Sektors sind in der Öffentlichkeit häufig nur marginal vertreten. 

Würden die Organisationen allerdings effizienter vernetzt sein, könnten sie ihre Themen in den öffentlichen Diskurs einbringen. Die Chancen zur Vernetzung via Social Media sind eigentlich offensichtlich doch meist als klassische PR-Arbeit missverstanden, die nicht mit den Social-Media-Praxen korreliert.

In einer Arbeit  [Bachelor-Thesis] zeigt die Autorin Mirjam Müller den Status Quo der Social-Media-Nutzung im sozialen Sektor auf. Es werden die Potenziale und Risiken herauskristallisiert, die für die Paxisanwendung von Bedeutung erscheinen.

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Ein Blick auf den Inhalt sagt mehr: 
Inhaltsverzeichnis
1. Ein Trend des Wandels 2
1.1 Hintergrund 3
1.2 Abgrenzung des Themas und Vorgehensweise 6
2. Social Media – ein neuer Kommunikationskanal  7
2.1 Was steht hinter dem Begriff Social Media? 7
2.2 Theorien der sozialen Medien 9
2.3 Dienste und Anwendungen  13
2.4 Im Mittelpunkt steht die Kommunikation  17
2.5 Organisieren ohne Organisationen 19
3. Vernetzung von Organisationen der Sozialen Arbeit  20
3.1 Vernetzung durch Social Media  20
3.2 PR und Beziehungsarbeit  21
3.3 Vernetzung mit relevanten Stakeholder 23
3.4 Risiken  24
3.5 Potenziale  26
3.6 Erster Ausblick  28
4. Empirische Analyse zu Social-Media-Nutzung von Organisationen der Sozialen Arbeit 29
4.1 Untersuchungsziel 30
4.2 Ausgewählte Organisationen 30
4.3 Methodik  31
4.4 Untersuchungsergebnisse  33
4.5 Die vier NutzerInnenverhalten 38
5. Fazit 41
Literaturverzeichnis 44
Internetquellen 50
Glossar 52
Anhang 54

[ #jugendarbeit ] Engagementkalender

Arbeitsmaterialien. Zu jedem Thema gibt es Hintergrundinformationen. 

Durch Jahrestage oder Jubiläen gewinnen auch viele Schul- und Jugend projekte ihren aktuellen Bezug. In dem Engagementkalender von "jugendbewegt" sind zahlreiche Gedenk- und Geburtstage zusammengestellt, die sich besonders gut als Ausgangspunkt für ein Projekt eignen.
  • 09 Jan Simone de Beauvoir (*1908)
  • 15 Jan Martin Luther King (*1929)
  • 27 Jan Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus
  • 20 Feb Welttag der sozialen Gerechtigkeit
  • 26 Feb Hans Böckler (*1875)
  • 03 Mar Tag des Artenschutzes
  • 08 Mar Der Internationale Frauentag
  • 21 Mar Internationaler Tag gegen Rassismus
  • 22 Mar Weltwassertag
  • 01 Apr Wangari Maathai (*1940)
  • 22 Apr Tag der Erde
  • 29 Apr Europäischer Tag der Solidarität zwischen den Generationen
  • 05 May Aktionstag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung
  • 15 May Internationaler Tag der Familie
  • 23 May Inkrafttreten des Grundgesetzes (1949)
  • 01 Jun Kindertag
  • 09 Jun Bertha von Suttner (*1843)
  • 20 Jun Der Weltflüchtlingstag
  • 18 Jul Nelson Mandela (*1918)
  • 22 Jul Janusz Korczak (*1878/79)
  • 25 Jul Albert Knapp (*1798)
  • 31 Jul Peter Benenson (*1921)
  • 26 Aug Mutter Teresa (*1910)
  • 06 Sep Jane Addams (*1860)
  • 15 Sep Internationaler Tag der Demokratie
  • 20 Sep Kindertag
  • 23 Sep Robert Bosch (*1861)
  • 02 Oct Mahatma Gandhi (*1869)
  • 04 Oct Welttierschutztag
  • 14 Nov Astrid Lindgren (*1907)
  • 16 Nov Internationaler Tag der Toleranz
  • 20 Nov Jahrestag der UN-Kinderrechts­konvention
  • 02 Dec Aktionstag gegen Mobbing
  • 05 Dec Internationaler Tag des Ehrenamtes
  • 10 Dec Verleihung des Friedensnobelpreises
Informationen und Übungsaufgaben für den Unterricht, die man kostenlos herunterladen kann: 

Module
Gewaltfreiheit
Globalisierte Welt
Kommune
Kinderfreundliche Gemeinde
Kinderrechte
Menschen in Not
Miteinander der Generationen
Miteinander der Kulturen
Mitmischen in der Gemeinde
Mitmischen in der Schule
Schule
Schulgemeinschaft
Selbstreflexion
Tierschutz
Umweltschutz
Wir machen uns stark – für uns selbst und für andere
Zivilgesellschaft und Engagement

Arbeitshilfen
Expertengespräch
Fragebögen und Umfragen
Informationsbeschaffung und -struktrierung
Kontakt-Knigge
Lebensraumerforschung
Lokal handeln – global bewegen
Moderationsleitfaden
Netzwerkarbeit
Öffentlichkeitsarbeit
Präsentationstechniken
Projektberatung
Projektevaluation
Projektmanagement
Schülervertretung
Wegweiser Internet

Mitmachhefte. Die Mitmachhefte der Bertelsmann Stiftung wurden extra für den Schulunterricht entwickelt. Sie bieten eine praktische Hilfestellung für die Anleitung von Engagementprojekten – von der Idee bis zur Auswertung. Neben aktuellen Informationen für Lehrerinnen und Lehrer zu Zivilgesellschaft und Freiwilligenarbeit enthalten sie konkrete Aufgabenstellungen, die unmittelbar im Unterricht eingesetzt werden können.

www.jungbewegt.de. Auf der Internetseite www.jungbewegt.de stehen sowohl der Engagementkalender zum Aufhängen im Klassenraum als Druckvorlage als auch die Arbeitsmaterialien zum Herunterladen bereit. Man kann auch einen Kalender für das Klassenzimmer kostenlos als Poster bestellen.  Die Arbeitsmaterialien sind für Sie auf der Internetseite "www.jungbewegt.de" unter Praxishilfen > Schule > Engagementkalender bereitgestellt. Hier können Lehr- und Lernarrangements zu den einzelnen Gedenk- und Geburtstagen oder gleich alle Lehrmaterialen zu einem bestimmten Themenbereich als Einheit heruntergeladen werden

Bertelsmann Stiftung. Der Engagementkalender wurde im Auftrag der Bertelsmann Stiftung von Prof. Dr. Dirk Lange, Moritz-Peter Haarmann, Jan Eike Thorweger und Helen Weiden im Arbeitsbereich "Didaktik der Politischen Bildung" des Instituts für Politische Wissenschaften der Universität Hannover erstellt.

[ #forumROMANum ] ⇒
Übersicht über die downloadbaren Mitmachhefte:

Einführung - Zivilgesellschaft und Engagement
Thema: Zivilgesellschaft und Engagement, Sekundarstufe II, Module

Handlungs- und Engagementfeld Schule
Thema: Handlungs- und Engagementfeld Schule, Sekundarstufe II, Module

Handlungs- und Engagementfeld Kommune
Thema: Handlungs- und Engagementfeld Kommune, Sekundarstufe II, Module

Handlungs- und Engagementfeld globalisierte Welt
Thema: Handlungs- und Engagementfeld globalisierte Welt, Sekundarstufe II, Module

Wir engagieren uns für den Umweltschutz
Thema: Umweltschutz, Sekundarstufe II, Module

Wir engagieren uns für unsere Schulgemeinschaft
Thema: Schulgemeinschaft, Sekundarstufe II, Module

Wir engagieren uns für ein Miteinander der Generationen
Thema: Miteinander der Generationen, Sekundarstufe II, Module

Wir engagieren uns für Menschen in Not
Thema: Menschen in Not, Sekundarstufe II, Module

Wir engagieren uns für Tiere
Thema: Tierschutz, Sekundarstufe II, Module

Wir engagieren uns für ein Miteinander der Kulturen
Thema: Miteinander der Kulturen, Sekundarstufe II, Module

Wir engagieren uns für Gewaltfreihei
Thema: Gewaltfreiheit, Sekundarstufe II, Module

Wir engagieren uns für unsere Rechte
Thema: Kinderrechte, Sekundarstufe II, Module

Projektmanagement
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Informationsbeschaffung und -strukturierung
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Wegweiser Internet
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Kontakt-Knigge
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Expertengespräch
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Moderationsleitfaden
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Öffentlichkeitsarbeit
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Präsentationstechniken
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Netzwerkarbeit
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Konzeption von Fragebögen und Durchführung von Umfragen
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Lebensraumerforschung
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Lokal handeln - global bewegen
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Projektberatung
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Projektevaluation
Thema: , Sekundarstufe II, Arbeitshilfen

Einführung - Zivilgesellschaft und Engagement
Thema: Zivilgesellschaft und Engagement, Sekundarstufe I, Module

Handlungs- und Engagementfeld Schule
Thema: Handlungs- und Engagementfeld Schule, Sekundarstufe I, Module

Handlungs- und Engagementfeld Kommune
Thema: Handlungs- und Engagementfeld Kommune, Sekundarstufe I, Module

Handlungs- und Engagementfeld globalisierte Welt
Thema: Handlungs- und Engagementfeld globalisierte Welt, Sekundarstufe I, Module

Selbstreflexion
Thema: Selbstreflexion, Sekundarstufe I, Module

Wir engagieren uns für eine umweltfreundliche Schule
Thema: Umweltschutz, Sekundarstufe I, Module

Wir engagieren uns für unsere Schulgemeinschaft
Thema: Schulgemeinschaft, Sekundarstufe I, Module

Wir engagieren uns für ein Miteinander der Generationen
Thema: Miteinander der Generationen, Sekundarstufe I, Module

Wir engagieren uns für Menschen in Not
Thema: Menschen in Not, Sekundarstufe I, Module

Wir engagieren uns für Tiere
Thema: Tierschutz, Sekundarstufe I, Module

Wir engagieren uns für ein Miteinander der Kulturen
Thema: Miteinander der Kulturen, Sekundarstufe I, Module

Wir engagieren uns für Gewaltfreiheit
Thema: Gewaltfreiheit, Sekundarstufe I, Module

Wir engagieren uns für Kinderrechte
Thema: Kinderrechte, Sekundarstufe I, Module

Projektmanagement
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Informationsbeschaffung und -strukturierung
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Wegweiser Internet
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Kontakt-Knigge
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Expertengespräch
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Moderationsleitfaden
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Öffentlichkeitsarbeit
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Präsentationstechniken
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Netzwerkarbeit
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Konzeption von Fragebögen und Durchführung von Umfragen
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Lebensraumerforschung
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Schülervertretungen stärken
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Lokal handeln - global bewegen
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Projektevaluation
Thema: , Sekundarstufe I, Arbeitshilfen

Willkommen in der Mitmachgesellschaft!
Thema: Zivilgesellschaft und Engagement, Grundschule, Module

Mitmischen in der Schule
Thema: Mitmischen in der Schule, Grundschule, Module

Mitmischen in der Gemeinde
Thema: Mitmischen in der Gemeinde, Grundschule, Module

Wir machen uns stark - für uns selbst und für andere
Thema: Wir machen uns stark – für uns und für andere, Grundschule, Module

Wir engagieren uns für eine umweltfreundliche Schule
Thema: Umweltschutz, Grundschule, Module

Wir engagieren uns für ein faires Miteinander an unserer Schule
Thema: Schulgemeinschaft, Grundschule, Module

Wir engagieren uns für eine kinderfreundliche Gemeinde
Thema: Kinderfreundliche Gemeinde, Grundschule, Module

Wir engagieren uns für Freundschaften zwischen Jung und Alt
Thema: Miteinander der Generationen, Grundschule, Module

Wir engagieren uns für Tiere
Thema: Tierschutz, Grundschule, Module

Wir engagieren uns für Kinderrechte
Thema: Kinderrechte, Grundschule, Module